Published Mai 19th, 2010
„Polski Express III – The Promised City“: Theaterfestival in Berlin
Im Programm von „The Promised City“, einem gemeinsamen Projekt des Goethe-Instituts und des Polnischen Instituts Berlin, steht ein weiterer Höhepunkt bevor: Das Theaterfestival „Polski Express III“ findet vom 25. Mai bis 5. Juni 2010 im Berliner Theater Hebbel am Ufer (HAU) statt. Theaterproduktionen in deutscher und polnischer Sprache, Videoinstallationen, Tanzperformances und Diskussionen beschäftigen sich mit gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Aspekten Polens heute.
Am Dienstag, den 25. Mai, 18.30 Uhr, wird das Festival „Polski Express III – The Promised City“ mit einer eigens für diesen Kontext erarbeiteten Performance der israelischen Künstlerin Yael Bartana im HAU 1 eröffnet: „We will be strong in our weakness. Keynotes from the first congress of the Jewish Renaissance Movement in Poland“. Bartana fordert gemeinsam mit Slawomir Sierakowski, dem Begründer der polnischen Zeitschrift Krytyka Polityczna, in Israel lebende Juden dazu auf, nach Europa, genauer, nach Polen zurückzukehren. Damit konterkarieren sie nicht nur den Zionismus historischer Prägung, sondern stellen die Frage nach staatlicher und territorialer Zugehörigkeit neu. Die Bildung von Nationalstaaten ist eine historische Idee, die im Zeichen von Globalisierung an ihre Grenzen gekommen zu sein scheint. Die Zugehörig keit zu einem kulturellen Erbe, die Möglichkeiten des Zugriffs auf bestimmte Ressourcen, hängen vom Besitz des richtigen Passes ab, ist das aber legitim? Neben Slawomir Sierakowski steht Susanne Sachsse in Bartanas Performance auf der Bühne.
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