Archiv für den Monat: August 2009

Bezahlt, unterbezahlt oder kostenlos?!

Die Debatte über Bezahlinhalte ist so alt wie das Internet selbst. Viele meinen, Inhalte im Netz dürften nichts kosten; dies wiederspräche der Gründungsidee des Netzes. Andere wiederum behaupten, dass Qualität im Netz ruhig etwas kosten dürfe. Höufig klingt es so, als wäre alles im Netz Schund. Das ist ganz und gar nicht der Fall. Man muss nur intelligenter suchen – oftmals liefern Suchmaschinen ja nicht das, was man gesucht hat.
Auf stern-online streiten sich Sascha Lobo und Felix Disselhoff, ob Inhalte was kosten dürfen.

Frechheit siegt

Ganz anders scheint Holtzbrinck die Theorien von Chris Anderson (“Free”) verstanden zu haben: wir suchen schön nach Social Media Experten, die dann Rede und Antwort stehen dürfen, ihre Konzepte preisgeben sollen – das nennt man dann kreativen Austausch, aber zahlen möchte man dafür nichts. Wenn man dann schön geplaudert hat, fließen die Konzepte nach und nach in die holtzbrinck-eigenen Webseiten, oder? Voraussetzung ist ein Motivationsschreiben und eine aussagekräftige Bewerbung – alles gut, nur etwas mehr dürfte schon fließen als “die einzigartige Möglichkeit, ein Dutzend Verlagsgeschäftsführer hautnah kennenzulernen”.

via literaturcafe

Update: mittlerweile ist der Aufruf nicht mehr öffentlich zugänglich.

Sony setzt amazon unter Druck

Sony bringt im Dezember unter dem Namen “Daily Edition” ein neues Touchscreen-Lesegerät auf den Markt. Rund 400 Dollar soll es kosten. Es dürfte damit gegen den größeren Kindle DX antreten, der ein Touchscreen aufweist, anders als sein kleinerer Bruder. Der größere Kindle kostet rund 490 Dollar. Aber auch hier stellt sich die Frage, ob diese Geräte es rausreißen.

Reader’s Digest insolvent

Wie verschiedenen Branchenmedien zu entnehmen ist, ist Reader’s Digest USA kurz vor einem Insolvenzantrag, um sich der Schuldenlast zu entledigen. Alle anderen Gesellschaften seien davon nicht betroffen.

Dass die 1921 gegründete Firma heute unter der eigenen Schuldenlast ächzt, ist u.a. die Folge der Übernahme durch die Beteiligungsgesellschaft Ripplewood im Jahr 2007 für 2,6 Mrd Dollar. Die Private-Equity-Firma nahm das Medienunternehmen von der Börse und packte, im typischen Stil der PE-Unternehmen, Reader’s Digest selbst die Kosten für die Übernahme in Form von Schulden auf die Schultern.

via buchreport

Bezahlt oder doch lieber frei

Der Springer Verlag hofft auf das iPhone als eierlegende Wollmilchsau. Die Nutzer des iPhone oder anderer Smartphonse seien ja gewohnt, für Inhalte, wie etwas SMS, Gebühren zu bezahlen. So ist die Planung, in Zukunft vermehrt Bezahlinhalte für diese Applikationen anzubieten. Wir freuen uns schon, nicht nur aus dem Hause Springer, Textinhalte im Miniformat lesen zu können. Da mach das Scrollen dann richtig Spaß.
Zur Abwechslung gibt es dann mal Videoinhalte, in denen einem beispielsweise das Internet als rechtsfreier Raum erklärt wird. Ein sehr schönes Beispiel bei Stefan Niggemeier.

Kleiner = besser?

Der e-book-Markt ist in Bewegung. Neue Geräte sollen vorgestellt werden, Sony attackiert Amazon nicht nur preislich, sondern auch mit kleineren Lesegeräten ab ca. 199 Dollar. Ist das die Trendwende und werden diese Geräte alltagstauglich oder möchte man nicht viel lieber andere Geräte, beispielsweise ein Netbook nutzen – damit kann man dann auch noch bequem andere Sachen erledigen?