Bücher müssen teurer werden
Der deutsche Randomhouse-Chef Joerg Pfuhl hat in der Branchenpresse eie Diskussion um die Buchpreise ins Rollen gebracht. Für ihn müssen Bücher teurer werden. Ist dies der richtige Weg? Gerade jetzt, wo der Konsum nicht gerade angekurbelt ist? Wie ist ihre Meinung dazu? Wir freuen uns über Kommentare…
















Mai 6th, 2009 at 3:27 pm
Ganz im Gegenteil. Das Medium “Buch” sollte vielmehr einer breiteren Bevölkerungsschicht zugänglich gemacht werden! Den Umsatz kann man auch anders ankurbeln. Wie das funktionieren kann, sei am Beispiel des Authoren Paulo Coelho erklärt:
Coelho nutzt das Internet auch zur Vermarktung seiner Bücher. Nicht jedoch durch altbekannte Werbung, sondern auf eine Weise, die bei den traditionellen Urheberrechtlern, den Verlagen und einigen Autoren-Kollegen auf wenig Gegenliebe stößt: Leser können sich seine Werke in verschiedenen Sprachen kostenlos im Internet herunterladen. Das besondere daran? Es sind allesamt Raubkopien, die Coelho selbst unter dem Decknamen „Pirate Coelho“ auf einer Website zusammen gesammelt hat. Seine Erfahrungen: Die Copyright-Sünden vermiesen ihm nicht das Geschäft, im Gegenteil, er hat einen Umsatzgewinn zu verzeichnen. Nach seiner These werden er und seine Texte auf diese Weise weithin bekannt. “Die Leute laden sich das Buch herunter, beginnen zu lesen. Und wenn es ihnen gefällt, fragen sie nach und wollen das Buch kaufen.”
Nur eine Idee dazu
Mai 6th, 2009 at 5:01 pm
Nein, Bücher dürfen nicht teurer werden. Denn dann würden sie bald unter Luxusgüter fallen und für Normalverdiener oder unterbezahlte Arbeitnehmer nicht mehr erschwinglich. Viele Bücher sind schon heute zu teuer, sodass manche Leser auf die Taschenbuchausgabe warten oder darauf, das Buch irgendwann mal gebraucht zu erstehen. Das nützt weder den Verlagen, noch den Autoren.
Paul Coelhos Aktion finde ich mutig und interessant. Das könnte vielleicht auch eine Idee für unbekanntere Autoren sein, ihre Romane einem breiten Publikum zur Verfügung zu stellen.
So oder so: Teurer sollten Bücher nicht werden.
Beste Grüße, Nicole Rensmann